Praxisanleiter schein

Berufliche Perspektiven

Praxisanleiter/innen im Alltag arbeiten Auszubildende, Praktikanten und neue Mitarbeiter/innen ein und leiten Fachweiterbildungsteilnehmer/innen in der Praxis an. Sie planen und gestalten Anleitungssequenzen, steuern Lernprozesse und vermitteln den angehenden Fachkräften die nötige Praxis. Ebenso erstellen sie Konzepte zur Einarbeitung, gliedern die praktische Ausbildung in überschaubare und aufeinander aufbauende Lernschritte und kontrollieren den Fertigkeits- und Kenntnisstand der Schüler/innen. Sie bewerten die Leistungen, beraten in Fragen der Ausbildung und der Organisation (Schülereinsatz) und unterstützen beim Erlernen der Arbeitsabläufe. Außerdem wirken sie als Fachprüfer/innen bei der Planung, Durchführung und Beurteilung der praktischen Prüfungen mit.

Nicht allen BerufsschülerInnen gelingt der Theorie-/Praxistransfer im Unterricht sofort. Spätestens dann ist die Praxisanleiterin/der Praxisanleiter in der Verantwortung und muss den Auszubildenden individuell und zielgerichtet in Ihrem Betrieb begleiten.

Haben Sie sich schon einmal gefragt, ob Ihr Ausbildungsbetrieb dies leisten kann oder nach welchen pädagogischen und didaktischen Regeln ihre Ausbildung erfolgt?

Viele Ausbilder und Teamleiter führen und trainieren Ihre Auszubildenden größtenteils nach Bauchgefühlt. Ob das ein verlässlicher Standard eine Ausbildung ist – beantworten Sie sich diese Frage selbst.

Damit vorgegebenen Lernstandards erreicht werden und somit aus dem Auszubildenden ein qualifizierter Facharbeiter wird, ist eine zielgerichtete und vor allem didaktisch durchdachte Herangehensweise nötig.

Vielleicht haben Sie es selbst schon bei Fortbildungen oder sogar in der Schule erlebt. Der hilflose Versuch jungen Menschen Wissen und Erfahrungswerte zu vermitteln, welcher aber oftmals nur Verunsicherung bei den Lernenden hervorgerufen hat und die damit verbundenen Misserfolge bei Leistungsüberprüfungen.

Genau hierfür ist der Praxisanleiter gedacht – um ein sinnvolles Lernen zu ermöglichen, das mit Erfolgen dafür sorgt, dass Lehrender und Lernende gemeinsam Ihre Ziele erreichen.

Berufsgruppen

  • Altenpflegerin und Altenpfleger,
  • Diätassistentin und Diätassistent,
  • Ergotherapeutin und Ergotherapeut,
  • Hebamme und Entbindungspfleger,
  • Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerin sowie Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger,
  • Gesundheits- und Krankenpflegerin sowie Gesundheits- und Krankenpfleger,
  • Logopädin und Logopäde,
  • Masseurin und medizinische Bademeisterin sowie Masseur und medizinischer Bademeister,
  • Orthoptistin und Orthoptist,
  • pharmazeutisch-technische Assistentin und pharmazeutisch-technischer Assistent,
  • Physiotherapeutin und Physiotherapeut,
  • Podologin und Podologe,
  • Rettungsassistentin und Rettungsassistent,
  • Notfallsanitäterin und Notfallsanitäter,
  • technische Assistentin in der Medizin und technischer Assistent in der Medizin sowie
  • Pflegefachfrau und Pflegefachmann.

Beschäftigungsbetriebe

  • an Fach- und Berufsfachschulen im Gesundheitswesen
  • in Krankenhäusern, Hochschul- und Rehabilitationskliniken
  • in sozialen Einrichtungen & Diensten
  • Arzt/Zahnarztpraxen
  • Therapiepraxen
  • Apotheken

Voraussetzungen

Voraussetzung für die Zulassung zur Weiterbildung sind eine abgeschlossene Ausbildung und mindestens. 2 Jahre einschlägige Berufspraxis.

Inhalte der Weiterbildung

  • Interaktion mit den Patienten und seinen Bezugspersonen
  • Ethisches Handeln
  • Selbstfürsorge, z.B. Zusammenhänge zwischen Berufszufriedenheit und Gesundheit
  • Systematisches Arbeiten, z.B. Vorstellen von Konzepten, Entwickeln wissenschaftlich begründeter Lösungsansätze
  • Konfliktmanagement
  • Modelle der Bildungs- und Beziehungsarbeit
  • Anleitungsmodelle und -Methoden sowie ihre didaktischen und lernpsychologischen Hintergründe
  • Beurteilungs- und Bewertungsinstrumente sowie unterschiedliche Formen von Leistungskontrollen

Aufteilung der Unterrichtsstunden & Dauer

  1. 184 Präsenzstunden als theoretischer und praktischer Unterricht,
    inkl. monatlicher Präsenz Live- Onlinephase,
  2. 92 Stunden als Selbststudium und
  3. 24 Stunden als praktische Weiterbildung im Rahmen einer Hospitation

    300 Stunden Unterricht auf einer Dauer von ca. 6 Monaten

Eckdaten

Was?

Online Kurs + Praxisphase

Wie lange?

So lange Sie brauchen – mit dem Online Kurs im eigenen Tempo lernen

Berufspädagogische Fortbildung

Herbst 20203

Arbeitsmittel?

-Videokurs
-Livecalls
-Praxisphase
– Fragenlernsystem

Neben Skripten und Leittexten der Dozenten werden zudem ein Begleitbuch für die Ausbildung herangezogen. Jeder Teilnehmende bekommt zu Beginn der Ausbildung ein Buch. Die Inhalte des Buches wird zur Vor- und Nachbereitung bzw. zur Vertiefung der Präsenz- und Onlinephasen genutzt. Darüber hinaus werden die Verständnis- und Reflexionsfragen von den Teilnehmenden bearbeitet.

Dozent

Kursleiter und Dozent
Dipl.Päd.Stephan Schweyer-Wagenhals

“Ich arbeite mit einem Kompetenzteam zusammen, welches aus unterschiedlichen Fachbereichen kommt. Dies sind bspw. Praxisanleiter in der Pflege, Praxisanleiter im Rettungsdienst, mir als Pädagoge und Therapeuten. Alle sind seit vielen Jahren bundeslandübergreifend in der Praxisanleiter Aus-/ Fort- und Weiterbildung tätig. So werden wir Sie hoffentlich bestmöglich begleiten, um ihre individuellen „Fachbedürfnisse“ zu erfüllen. Um fächerübergreifend arbeiten zu können, werden wir bspw. in den Präsenzphasen im Dozententandem agieren und fachspezifische Anteile integrieren. Lassen Sie sich einfach mal überraschen.”

Weiterbildungskosten

899,00€ inkl. Mwst.

 

Teilnehmer Meinungen